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Achtung die Zecken kommen


Höchste Zeckenbiss-Gefahr in Baden Württemberg


Der Frühling lockt viele nach draußen zum Joggen, Wandern oder Radfahren. Mit den wärmeren Temperaturen erwachen aber auch die Zecken aus ihrer Winterstarre. Beißen sie, besteht die Gefahr sich mit dem Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu infizieren – vor allem in Baden Württemberg. Darauf macht aktuell die Universität Hohenheim aufmerksam.

Wenn sich die Hirnhäute entzünden

Laut Statistik erkranken in Baden Württemberg jährlich 100 bis 150 Menschen an einer Frühsommer-Meningoenzephalitis. Diese äußert sich zunächst durch grippeähnliche Symptome wie Fieber und Gliederschmerzen. Später jedoch treten Beschwerden wie Erbrechen, Nackensteifigkeit, Lähmungen oder Bewusstseinseintrübungen auf. Der Grund: Der Virus verursacht eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns.

Laut Reinhard Kaiser von der Städtischen Klinik Pforzheim kommt es bei 70 Prozent der FSME-Patienten zu schweren Folgeschäden. Besonders hart treffe es diejenigen, bei denen zusätzlich das Rückenmark befallen ist. Selbst noch zehn Jahre nach der Infektion hätten sie mit den Folgen zu kämpfen. In 30 Prozent der schweren Fälle sterben die Patienten sogar.

Impfen und andere Schutzmaßnahmen

Wer sich vor einer FSME-Infektion schützen möchte, lässt sich am besten impfen. Experten empfehlen die Zeckenimpfung vor allem in Risikogebieten und Hochrisikogebieten wie dem Nordschwarzwald und der westlichen Schwäbischen Alb. Auch sollte jeder, der im Wald unterwegs war, seinen Körper auf Zecken untersuchen. Entdeckt er eine, so sollte er die Zecke mit einer Pinzette oder einer speziellen Zange möglichst nah am Kopf greifen und vorsichtig herausziehen. Zudem beugen Insektenschutzmittel, feste Schuhe und lange Kleidung Zeckenbissen vor.


22.03.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek


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